Selbstverständnis der KULTURHAUS Initiative

Nach der öffentlichen Veranstaltung über die gefährdete Perspektive des KulturForums hat sich eine Projektgruppe unter dem vorläufigen Arbeitsbegriff KULTURHAUS zusammengefunden, die sich über eine weitere Nutzung der Räumlichkeiten des jetzigen Gewerkschaftszentrums Serrahnstr. 1 ab Dezember 2016 Gedanken machen will.

Die Projektgruppe KULTURHAUS wird dabei von folgendem Selbstverständnis getragen:

Das KULTURHAUS soll nach unserem Verständnis zu einem Ort des kulturellen, politischen und sozialen Miteinanders im Bergedorfer Zentrum werden. Grundlage für unsere konzeptionellen Gedanken ist ein Kulturverständnis, dass eine Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeit der Menschen ermöglicht und Räume schafft für die Kulturinitiativen und -schaffenden, die in einem renditeorientierten Kulturbetrieb keine Chancen haben. Wir begreifen Kultur als Möglichkeit einer lustvollen Unterhaltung und Entspannung und vor allem auch als Chance, sich mit den Verhältnissen auseinanderzusetzen, die unser Leben beeinflussen.

Wir hoffen durch das KULTURHAUS einen Raum zu schaffen, der von Interesse und Neugier an verschiedenen Haltungen und „Lebensäußerungen“ getragen wird und einen offenen Diskurs über Unterschiedlichkeiten möglich macht.

Das KULTURHAUS will sich deshalb demokratisch, offen und transparent organisieren – was aber auch bedeuten muss, dass es für Menschen und Initiativen, die genau in diesem Punkt gegenteilige Ziele haben, keinen Raum geben kann.

Die konkrete Umsetzung dieses Verständnisses bedeutet, dass bei allen weiteren Überlegungen eine gleichberechtigte Einbeziehung von möglichst vielen Kulturschaffenden und –interessierten, von politischen und sozialen Organisationen das Ziel ist. Schon bei der Vorbereitung soll uns eine freudvolle Zusammenarbeit – insbesondere bei Widrigkeiten – über Wasser halten.

Das KULTURHAUS versteht sich nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Kultureinrichtungen, sondern als deren Ergänzung und Erweiterung und hofft so einen Beitrag zur weiteren Belebung des Stadtteils zu leisten.

Das KULTURHAUS gehört an die exponierte Lage des Bergedorfer Innenstadt und Hafenbereichs. Die Räumlichkeiten des bisherigen Gewerkschaftszentrums müssen deshalb in diesem Sinne erhalten bleiben.

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